Es haben ja anscheinend immernoch nicht alle mitbekommen:
Also, ja, ich ziehe endlich aus.
Ich ziehe nach Dortmund.
Irgendwie ist das schon ein ziemlich großer Schritt. Das hätte ich so nicht erwartet.
Die ganze Geschichte war ja auch lang genug. Als ich damals vor 3 Jahren mein Studium in Dortmund begann, da wurde mir von seitens der Erzihungsberechtigten in Aussicht gestellt, ein Zimmer in DO zu bekommen, für den Fall, dass das mit dem Pendeln nicht klappt. Es klappte nicht. Es zehrt wirklich an den Nerven jeden Tag 2 Stunden hin und 2 Stunden zurückzufahren. Und während meine Kommilitonen schon die Füße hochlegten stand ich noch in Duisburg am Bahnhof und wartete auf den verspäteten Zug.
Natürlich schluckte das alles unglaublich viel Zeit die vom lernen abging, aber zum studieren gehört ja in gewisser Weise auch am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, was unglaublich schwer war. Wenn was gefeiert wurde musste ich immer bei jemandem übernachten. Und wenn es eins gibt, was ich hasse, dann Leuten zur Last zu fallen.
Dennoch, finanzielle Unterstützung für eine Wohnung gab es nicht. Aber jetzt endlich wurde mir angeboten, für ein Jahr die Wohnung einer Freundin zu übernehmen. Für einen Spottpreis. Ich musste zwar arbeiten, aber mit einem 400 Euro Job durchaus gut machbar. Und trotzdem hab ich nicht sofort HIER geschrien.
warum nicht?
Nun, es ist dann am Ende doch ein großer Schritt. Ich bin wirklich sehr lange in mich gegangen, habe Pros und Contras abgewogen und ja, hier bin ich.
Jetzt kann es mir wirklich nicht schnell genug gehen.
Aber merkwürdig ist es schon. Ich suche Tischdecken und Platzdeckchen aus, mache mir Gedanken über Putztücher und Besteck. Wie irre!!!
Aber es wird gut. Ich weiß es. Endlich bin in der Nähe meiner Mädels.
Endlich kann ich Leute zu mir einladen so oft und wann ich will.
Endlich kann ich kochen, wann und was ich kochen will.
Endlich kann ich mir auch Nachts um 2 nen Kaffee machen.
Es wird gut.
Ich freu mich sehr!
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