Dienstag, 5. Juli 2011

I used to be.... individual

Da sitz ich also und schau aus Versehen VIVA. (ja, das passiert mir manchmal. Ich will ja auch auf dem Laufenden bleiben, damit ich mit meinen Schülerchen mitreden kann.) Es läuft tatsächlich auch Musik ziwschen der Werbung und die Werbung ist gar nicht mehr so voll von Handyklingeltönen (wo ist denn der Crazy Frosch hin??)
Nunja, da war dann so eine Programmvorschau. Für so eine amerikanische Serie/Doku-Soap/scripted reality what ever. Es scheint so etwas ähnliches wie "Made" zu sein, über das ich mich schon immer aufregte (da ging es dann dadrum,aus langhaarigen Typen, Emo-Mädels oder Punks irgendwelche Modepüppchen und durchschnitts Tussis zu machen, nur damit sie beliebt sind, was dann auch klappte. Gutes Signal an die Jugend von heute: Uniformiert euch. Individualität ist krankhaft. Alle die anders sind, sind komische MEnschen, die man zu mobben hat!)

Diese neue Show trägt den schönen Namen "I used to be fat!" Worum gehts? Übergweichtige Jugendliche bekomen einen personal trainer und nehmen über den sommer ganz ganz viel ab und aufeinmal sind sie voll beliebt und keine Aussenseiter mehr! Was ist das für eine Welt? Sollten denn nicht alle anderen Hilfe bekommen? Sollte nicht den anderen klar gemacht werden, dass es nicht darauf ankommt, einem zweifelhaften Schönheitsideal nachzueifern, sonder, dass innere Werte zählen? Dass eben jene übergewichtige Jugendliche auch ganz normale Menschen sind, nett, lustig und liebenswert? stattdessen wird impliziert, dass man nur, wenn man hübsch und schlank und tussi ist, auch Freunde haben kann, dass man nur dann liebenswert ist. und so lange man fett uns hässlich ist hat man ohnehin keine Chance im Leben.
Ja, doch. Bringt der Jugend noch mehr Oberflächlichkeit bei! Was zählt ist eine Hollywood-Körper!

Ich geh mir grad den Finger in den Hals stecken. So kann das ja nicht weitergehen.....

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